Wie jedes Jahr, sollte man sich ja ein paar Tage eine Auszeit vom Alltag nehmen und das machen, wozu man Lust hat.
Da ich einen relativ günstigen Urlaub in Anspruch nehmen wollte, damit natürlich noch Geld für Objektive etc. übrig bleibt, entschieden wir uns für den Sonnenstrand (Sunny Beach) in Bulgarien.

Da ich 1994 & 97 schon einmal die Gelegenheit hatte, in dieses Land zu reisen und mich daher schon etwas auskannte, war ich natürlich gespannt, wie sich das Land entwickelt hat.
Seit geraumer Zeit konnte man immer wieder in der Presse hören, dass Bulgarien zu einem zweiten “Malle” heranwächst.
Dem ist natürlich nur bedingt zu zustimmen, da es gerade am Sonnenstrand doch einige ruhige Ecken gab! 😉

Die Reise ging also am 24.08. vom Berliner Flughafen “Schönefeld” los.
Nachdem wir erfolgreich gelandet sind, ging es nach ca. 1 Stunde Wartezeit auf dem Flughafen (bis die Koffer mal kamen…) mit dem Bus auf zum Hotel.
Schon auf der Fahrt sah man die Veränderung des Landes, welches sich dem Tourismus voll angepasst hat… hier gibt es sogar LIDL & Penny.

Nach dem Einchecken begutachteten wir erst einmal unser Zimmer. Auch wenn es mittlerweile 2 Uhr nachts war, interessierte uns als erstes der Meerblick, für den wir Aufpreis bezahlt hatten.
Aber siehe da… nix Meerblick. Diesen vermissten wir auch bei Tageslicht. Es war überhaupt nicht möglich, von diesem Hotel auf das Meer zu schauen, da es nur 5 Etagen hatte und die Dünen davor zu hoch waren… egal, ich möchte jetzt mal hier kein Hotel bewerten, einige Informationen folgen dann noch im weiteren Verlauf des Artikels.

Fotoausrüstung

Tag 1
Es ging natürlich gleich zum Strand. Auch am Abend, um die Lichtstimmung einzufangen, leider… was ich bis dahin noch nicht wirklich bedacht hatte… es gibt keinen Sonnenuntergang auf dem Meer… man hätte den Aufgang schön einfangen können, aber im Urlaub hatte ich nicht den Elan um 6 Uhr morgens aufzustehen.

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Da noch etwas Laufbereitschaft vorhanden war, sind wir mit einer „Bimmelbahn“ nach Alt-Nessebar gefahren.
Hier war jede Menge los und natürlich Touristen ohne Ende, vieles hat sich verändert, eher zum schlechteren – der Flair, den Bulgarien damals ausmachte, ist wohl schon seit einer längeren Zeit nicht mehr richtig vorhanden, dennoch war es schön durch den alten Ort zu schlendern.

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Tag 2
Nach dem Frühstück, was total ungenießbar war, sind wir dann wieder zum Strand und am Abend in das Zentrum von „Sunny Beach“, um einen Eindruck von dem Spektakel, von dem immer wieder die Rede ist, zu gewinnen. Zuvor lernten wir ein nettes Pärchen kennen, mit denen wir von da an immer etwas unternahmen.
Da es schon sehr zeitig dunkel wurde, konnte ich auch nicht wirklich sehr viel fotografieren, was auch daran lag, dass ich ungern meine Kamera in dem Gedränge auspacken wollte.

Tag 3
Die rote Flagge wehte den ganzen lieben langen Tag. Aus diesem Grund sind wir ein paar Kilometer am Strand entlang gelaufen und ich konnte mal wieder eine Runde knipsen 😉
Ja – das Hobby wird nicht gerade geteilt :-p

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Am Abend unternahmen wir dann wieder etwas mit dem Pärchen, was übrigens immer sehr sehr lustig war!

Tag 4

Da immer noch der Wind vom Meer kam und somit auch an diesem Tag Badeverbot herrschte, machten wir uns wieder auf den Weg nach “Alt Nessebar“.

Der Fußmarsch ermöglichte es, einige interessante Fotos zu machen. Als ich eine Mühle vor Ort fotografierte, auf der zahlreiche Vögel saßen, die ich gern von unten aufnehmen wollte, passierte es – sie ließen ihren Druck ab und ich hatte alles im Gesicht + Klamotten und überhaupt… also sind wir mit der “Bimmelbahn” wieder zurückgefahren, haben geduscht, uns umgezogen und sind wieder nach „Alt Nessbar“ gefahren – im Nachhinein war die Situation aber doch recht lustig 🙂

Nachdem wir unser Mittag verzehrt hatten, was immer umgerechnet im Schnitt so 20 Euro kostete, sind wir eine komplette Runde um “Alt Nessebar” gelaufen.
Schön war, dass man bei einem Softdrink meist eine Flasche bekam, die man ohne Probleme mitnehmen konnte.

Natürlich gab es auch irgendwie Verrückte… sehr gewagt, aber jeder soll sein Spaß haben.

Tag 5
Der Montag stand vor der Tür und da wir einen Tagesausflug gebucht hatten, mussten wir schon zeitiger aufstehen und siehe da… es gab anstatt zwei Käsesorten noch eine dritte, ganze 4 Scheiben – wow! 😉
Und dann ging es auf nach Sozopol, ein kleines Dorf mit vielen kleinen Ecken & verwinkelten Straßen.

Danach ging es in ein Naturschutzgebiet mit einer kurzen Bootsfahrt.

In Burgas angekommen, wurde uns die Möglichkeit geboten, uns umzusehen und in den zahlreichen Geschäften einzukaufen. Aufgrund der Lustlosigkeit tranken wir lediglich Kaffee.

…anschließend ging es dann wieder ins Hotel.

Tag 6
Der letzte Tag wurde am Strand verbracht sowie am Abend dann noch einmal im Zentrum vom Sonnenstrand.

Tag 7

Der Tag der Abreise… da wir erst 17:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht werden sollten, fragten wir zwei Tage vorher unseren Reiseleiter nach einem “Late-Checkout”, für den wir 10 Euro zahlen sollten. Ansonsten hätten wir das Zimmer ja 12:00 verlassen müssen, hier wäre dann der letzte Strandtag ins Wasser gefallen, da ich meine Fotoausrüstung nicht irgendwo stehen lassen wollte, aber es hat ja geklappt.

Das erzählten wir natürlich unserer Urlaubsbekanntschaft, die ebenso gegen Aufpreis einen Meerblick gebucht hatte. Auch diese fragten bei unserem Reiseleiter nach und erhielten die Zusage, erst gegen 17 Uhr das Hotelzimmer räumen zu müssen. So machten wir uns alle 4 auf zum Strand. Nichts ahnend, was uns erwarten würde…

Da wir noch vor dem Flug etwas essen wollten, gingen wir zum Hotel und ließen die Zwei zurück. Uns traf der “Schlag”. Die Sachen der Zwei waren in unserem Zimmer abgestellt, inklusive 2 I-Phones und und und… der Hammer… Über das schlechte Essen konnte ich noch hinwegsehen, aber über so etwas nicht.  Daher kann ich das Hotel Esperanto absolut nicht weiterempfehlen. ❗

 Fazit Reise
Uns hat es nicht gefallen, dass sehr viele Bulgaren unfreundlich waren. Bei Trinkgeld hatten sie noch nicht einmal ein Lächeln auf den Lippen. So etwas nennt man wohl “Saisonmüdigkeit”. Was mir auch sehr aufgefallen ist, die Einheimischen hatten absolut kein Bock in einer fremden Sprache zu sprechen, Deutsch konnten auf einmal über 80% der Leute nicht, obwohl viele von denen vor 1990 noch Deutsch in der Schule hatten… und Englisch ging auch mehr schlecht als recht.

PS: Nicht am Flughafen in der Nähe des Check-In fotografieren, wird mussten gleich unsere Kameras vorzeigen…8O

Fazit Ausrüstung
Völlig ausreichend, allerdings hat mir das Tamron 18-200 mm nicht gefallen, es brauchte in dunkler Umgebung zu viel Licht, außerdem hat es hierbei oft nicht mehr richtig scharf gestellt, was aber auch teilweise im Hellen passiert ist.
Vielleicht ist das wohl in dieser Preisklasse normal?
Der Blitz, der wirklich völlig ausreichend für die Reise ist, hat mich total überzeugt, sowie das Stativ, welches logischerweise im Wind etwas wackelte, aber sonst super Aufnahmen machen ließ. Dazu aber später in den Testberichten mehr dazu.

PS: HDR Fotos von Bulgarien könnt ihr euch hier anschauen!

 

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